Staatliches Museum für Russische Kunst

File 234Russischer Name: Русский музей (sprich: Russkij musej)
Adresse: Inschenernaja Uliza 2-4, Internet: Das Staatliche Museum für Russische Kunst

 

Das Russische Museum im Michailspalais birgt mit ca. 400.000 Objekten die größte Sammlung russischer Kunst der Welt. Zum Russischen Museum gehören weiterhin der Marmorpalast, das Michaelsschloss und der Stroganow-Palast.
Alexander III. war ein großer Kunstfreund und seine Gemäldesammlung bildete die Basis des Russischen Museums. Hinzu kamen Werke der Eremitage und des Alexanderpalastes. Ab 1918 kamen noch unzählige Kunstwerke durch Enteignungen hinzu. Carlo Rossi entwarf 1819 das Michailspalais für den Bruder von Zar Alexander I. Das Gebäude liegt neben der Auferstehungskirche am Platz der Künste in der Nähe der Moika und beeindruckt durch seinen klassizistischen Stil. Unbedingt sehenswert sind das „Große Vestibül“ und der „Weiße Saal“ mit seinen Deckengemälden. In den Sälen des Michailspalais befinden sich hauptsächlich Ikonografien altrussicher Kunst (ca. 10.-17.Jh.). Hier ist besonders Andrej Rubljow, ein Mönch aus Moskau, hervorzuheben. Sein Gespür für Feinheit und Farbgebung verleihen den Werken Tiefe und begeistern so durch ihre Vielschichtigkeit.
Im 18.Jahrhundert kamen Skulpturen und Portraits hinzu. Für Fans der Bildhauerkunst: Ein Teil der Sammlung befindet sich im Sommerpalast von Peter dem Großen.
Da das Museum bald zu klein war, wurde der Benois-Flügel (benannt nach seinem Architekten Leontij Benois) angebaut. Hier befinden sich vor allem Kunstwerke des 19./20. Jahrhunderts. Werke der Russischen Avantgarde zum Beispiel von Kazimir Malewich (ab 1915: Suprematismus: „Das schwarze Quadrat“) und Wassily Kandinsky (Expressionismus) begeistern die Besucher.
Während sich bis 1932 viele verschiedene Kunstrichtungen, von Landschaftsmalerei, Werke der „Wanderaussteller“, des Impressionismus und Symbolismus und der Russische Avantgarde finden lassen, so erklärte Stalin 1932 den „Sozialistischen Realismus“ als die einzige wahre Kunst. Ähnlich wie im Dritten Reich, wird alles andere als entartete Kunst bezeichnet. Hauptmotive der sozialistischen Werke waren das Landleben, Arbeit und heroische Portraits.
Das Russische Museum begeistert Kunstfreunde aus aller Welt und verweist über die Kunst auf die sozial-politischen Zustände des Landes. Es finden laufend neue Ausstellungen statt: informieren Sie sich auf der Homepage!
Alles in allem: Unbedingt sehenswert!