Puschkin Museum

      File 225 Роза                                         Die Rose
Где наша роза,                            Wo ist unsere Rose,
Друзья мои?                                Meine Freunde?
Увяла роза,                                  Verwelkt ist die Rose,
Дитя зари.                                    Des Morgenrots Kind.
Не говори:                                    Sag nicht:
Так вянет младость!                     So welkt die Jugend!
Не говори:                                   Sag nicht:
Бот жизни радость!                      So geht´s mir der Freude am Leben!
Цветку скажи:                             Sage zur Blüte:
Пости, жалею!                             Leb wohl, es tut mir leid!
И на лилею                                 und verweise uns
Нам укажи.                                 Auf die Lilie.

 

(1815, Übersetzung von Kay Borowsky, aus Puschkin (1998):Gedichte; Reclam.)

Es gibt wahrscheinlich niemanden in Russland, der ihn nicht kennt: Alexander Sergejewitsch Puschkin. Werke wie „Ewgenij Onegin“ oder das Gedicht „Die Rose“ bleiben unvergessen.
Geboren 1799 in Moskau, die Eltern aus einem bekannten und alten Adelsgeschlecht, wird Puschkin mit zwölf Jahren in das Lyzeum von Zarskoe Selo eingeschult. Das Interesse für die Poesie wird geweckt und allein in der sechsjährigen Schulzeit schreibt der junge Puschkin 120 Gedichte. Unterschiedliche Stilrichtungen und Genres prägen sein Werk. Der Dichter entwickelt zunehmend ein Selbstverständnis als Dichter. Trotzdem tritt Puschkin auf Wunsch des Vaters in den Staatsdienst ein. Der Lebemann, der in der Petersburger Gesellschaft weitreichend bekannt ist, wird nach einem politisch-zweifelhaften Vers denunziert. Durch die Intervention einflussreicher Freunde wird er nicht verbannt, sondern nur in den Süden versetzt. Seine westlich-liberale Erziehung - den Geist Zarskoe Selos in sich tragend - bringt ihm immer wieder Probleme. 1931 heiratet Puschkin die junge Nataljya Gontscharow, die er auf einer Kaukasus-Reise kennengelernt hat. Sein Liebe zu ihr und sein Verhaltenskodex bringen ihn in tödliche Schwierigkeiten: Alexander Sergejewitsch Puschkin stirbt 1837 an den tödlichen Folgen eines Duells.
Seine letzte Wohnung in der Moika Nr.12 wird 1925 zum Museum umgebaut. Hier finden sich das Apartment-Museum und Puschkin-Museum. Man kann sich nicht nur über Puschkins Leben und Werk informieren, sondern in die Zeit des beginnenden 19.Jahrhunderts eintauchen. Kunst, Kultur finden, eingerahmt in geschichtliche Begebenheiten, eine Basis, die dem Besucher ein tieferes Verständnis von Puschkins Werk ermöglichen.
Wer sich auf Puschkins Spuren begibt, sollte das Lyzeum (in Zarskoe Selo/Puschkin), das Derzhavin-Museum (Mentor Puschkins und Spitze des „Arsamas“-Kreis) und Nekrasov-Museum (Dichter und Publizist nach Puschkin) nicht verpassen!

 

Russischer Name: Всероссийский музей А.С.Пушкина (wserossijskij muzej A.C.Puschkina)
Adresse: Nab. Reki Mojki 12  (Am Kai der Moika Nr.12)
Internet: http://museumpushkin.ru/