Isaakskathedrale

File 192Russicher Name: Исаакиевский Собор (Isaakiewskij Sobor)

Adresse: Isaakiewskaja ploschtschad

Die größte und imposanteste Kirche von St. Petersburg liegt direkt bei der Admiralität am Isaaksplatz. Schon Peter der Große ließ ganz in der Nähe am Ufer der Newa eine kleine Holzkirche erbauen, die er dem Heiligen Isaak von Dalmatien weihen ließ.
Nach mehreren Bauversuchen ließ Zar Alexander einen Wettbewerb ausrufen bei dem sich Architekten bewerben konnten. Auguste Ricard de Montferrand, damals noch ein junger unbekannter französischer Architekt, beeindruckte durch seine verschiedenen Entwürfe in verschiedenen architektonischen File 107Stilen. Der Zar entschied sich für einen klassizistischen Entwurf und der Bau konnte 1818 beginnen. Tausende Leibeigene waren am Bau der Kirche beteiligt, von denen viele ihr Leben ließen. Der Bau kostete um die 23 Mio. Rubel, wobei 20.000 Baumstämme, ca. 400kg Gold, 1000t Bronze und unzählige Tonnen verschiedenster Mineralien verarbeitet wurden. Am File 110beeindruckendsten ist die Tambourkuppel, die sich mit 26m Durchmesser 105m über dem Zentrum des Kreuzgrundrisses erhebt. Besonders interessant ist die Konstruktion: die Kuppel besteht aus drei guss- bzw. schmiedeeisernen Schalen, die sich durch Streben gegenseitig stützen. Die erste Zwischenschicht ist mit 100.000 Tontöpfen gefüllt, die einerseits eine leichte und doch feste Konstruktion ermöglichen und andererseits als Brandschutz dienen sollten.
File 144Die goldene Kuppel wird außen von vier kleinen Goldkuppeln umgeben. Am Fuß der Kuppel befindet sich ein Balkon der von 24 Engelsstatuen geziert wird. Eine Etage tiefer befindet sich der Säulengang mit 24 monolithischen Säulen aus rotem Granit. Hat der Besucher die über 250 Stufen hierher erklommen, wird er mit einem fantastischen Blick auf St.Petersburg belohnt.
1848 wurde mit dem Innenausbau der Isaakskathedrale begonnen. Über 200 Künstler legten Mosaike, entwarfen Glasfenster, malten Ikonen,File 153 fertigten Skulpturen und die prächtigen Säulen aus Malachit und Lazurit. Das Kuppelgemälde der Jungfrau Maria stammt von dem bekannten Karl Brjullow.
Wer sich auf einer Bank ausruhen und in Ruhe das Gemälde bestaunen will, sucht vergeblich – in orthodoxen Kirchen wird die Messe im Stehen erlebt - was bei 14.000 Menschen durchaus ein Erlebnis sein kann.