Eremitage

File 183Russischer Name: Эрмитаж (sprich: ermitasch)
Adresse: Dworzowaja Nabereschnaja 32-36, Internet: www.hermitage.ru

Die Eremitage gilt als eine der beeindruckendsten Kunsthäuser der Welt. Sei es schon allein das Gebäude selbst, das in zaristischem Flair erstrahlt, oder seien es die unbezahlbaren 2,7 Mio. Kunstwerke, die alle Epochen abdecken – die Eremitage ist ein MUSS für jeden St.Petersburg-Besucher! Die Sammlung ist der ganze Stolz der Petersburger, vielleicht sogar ganz Russlands. Das Gebäude verbindet politische Geschichte und Kunst und ist in seiner Art einzigartig.
File 125Der irreführende und bescheidene Name „Eremitage“ bedeutet Einsiedelei und hat jedoch mit Bescheidenheit, Weltabgewandtheit und Demut rein gar nichts zu tun. Der Name bezeichnet einen Ort, an den sich die adlige Gesellschaft von der Öffentlichkeit zurückziehen kann, um in Ruhe und Abgeschiedenheit speisen und sich Vergnügen zu können.
Katharina die Große ließ solch eine Eremitage an den Winterpalast der Zarenfamilie anbauen. Architekt war Vallin de la Monthe, der in ca. 10 Jahren ein Gebäudekomplex im klassizistischen Stil erbaute. Für ihre „Kleine Eremitage“ kauft sie dem Kunstbeauftragten von Friedrich II. von Preußen, Johann von Gotzkowski, 225 Kunstwerke ab. Die sich bis zu ihrem Tod auf 3986 erhöhen werden.
Am beeindruckendsten ist der Pavillionsaal mit seinen Wandspringbrunnen, Marmorsäulen und einem römischen Bodenmosaik. Die Kleine Eremitage war bald zu klein für die schnell wachsende Gemäldesammlung und so wurde von Veldten die „Große Eremitage“ (1771-87) und später von Leo von Klenze die „Neue Eremitage“ (1839-52) errichtet. Die Exponate waren bis 1852 nur der Zarenfamilie und ihren Gästen zugänglich. Nikolaus der I. wollte den Petersburgern die Kunstsammlung nicht vorenthalten und machte aus der Eremitage ein öffentliches Museum.
Das Museum überstand die Zeit der politischen Wirren und den zweiten Weltkrieg ohne große Verluste. Kunsthistorisch gesehen, deckt die Sammlung alle Bereiche, von den Skythen bis zu Henri Matisse, ab. In 350 Zimmern, verteilt auf drei Stockwerken in vier Gebäudekomplexen, finden sie vor allem eine fantastische Gemäldesammlung westeuropäischer Kunst. Alles was Rang und Namen hat ist hier zu finden: Rembrandt, Rubens, Cézanne, Monet, Gauguin, Renoir, Matisse, Da Vinci, Raffael, Velazquez und Picasso, um nur ein paar der Meister zu nennen. Ein ganz besonderes Kunstwerk ist die Pfauenuhr im Pavillonsaal – ein großes Vergnügen für Jung und Alt!