Alexander Newskij Kloster mit Tichwiner und Lazarus Friedhof

File 162Im Gedenken an den Sieg des Kriegshelden Alexander Newskis über die Schweden im Jahre 1240 ließ Peter der Große 1710 das Alexander Newski Kloster errichten. Newski wurde nach der Schlacht an der Newa zum Fürst von Nowgorod ernannt und verteidigte den Osten Russland gegen die Schweden und Balten und verhandelte mit den vom Osten her einfallenden Mongolen. Eine Heldenchronik aus dem 13. Jahrhundert macht Newski berühmt. Er wird 1547 heilig gesprochen und seitdem als Nationalheld verehrt. Er gilt als Schutzpatron St. Petersburgs.
Das Kloster, am östlichen Ende des Newski Prospekt, gehört zu den ranghöchsten Klöstern Russlands. Es trägt seit 1797 den Titel „Lavra“, 

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was so viel wie „Einsiedelei“ bedeutet. Die Mönche einer „Lavra“ unterstehen einem Abt und feiern gemeinsam die Messe, leben sonst jedoch zurückgezogen. Heute ist dort nur noch eine geistliche Ausbildungsstätte untergebracht. Ebenso befindet sich im Kloster die Residenz des Metropoliten (Oberbischof). In der klassizistischen Hauptkathedrale – der Dreifaltigkeitskathedrale, wird zweimal täglich die heilige Messe gefeiert. Hier befinden sich auch die Gebeine Alexander Newskis, die Peter der Große hierher umbetten ließ. Die Mariä-Verküdigungs-Kirche wurde zum Museum für Skulpturen umfunktioniert.
Besonders sehenswert sind die beiden Friedhöfe des Klosters. Auf dem Lazarus Friedhof (seit 1716) findet man die Gräber von Michail Lomonossow und dem Mathematiker Leonhard Euler. Der Tichwiner Friedhof ist jüngeren Datums. Hier liegen Künstler wie zum Beispiel der Schriftsteller Fjodor Dostojewskij, der Komponist Anton Rubinstein und der Bildhauer Pawel Sokolow.

 

Russischer Name: Александро-Невская лавра (sprich: Alexandra Nevskaja lavra)
Adresse: Am östlichen Ende des Newskij Prospekts am Alexander Newskij-Platz am Flüsschen Monastyrka